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Diese Serien sind belehrend, schockierend oder berührend

 

Ich schreibe heute über drei Serien, die nicht nur reine Teenager Serien sind, sondern eine viel tiefgründige Bedeutung haben.

Wichtige Themen wie Drogenkonsum, Mobbing, Sex und Krankheiten kommen dort zum Vorschein. Jede Serie fokussiert sich mindestens auf eines dieser Themen. Ich würde glatt behaupten, dass viele mit diesen Sachen schon einmal konfrontiert wurden. Hier hingegen liegt klar der Fokus auf diese sonst eigentlichen Tabu Themen – was natürlich bei jeder dieser Serien für mächtig Kritik und Aufsehen sorgte. Aber wie heißt es so schön „jede noch so schlechte Publizität ist gute Publizität“. 

Beginnen wir mit der wohl neusten Serie, die ihre Erstausstrahlung erst 2019 hatte –

Sex Education.

Worum geht es bei Sex Education?

Der eher schüchterne und unerfahrene Otis ist der Sohn einer Sexualtherapeutin. Seine Mutter  Jean ist alleinerziehend und oft ratlos über die verschlossene, verklemmte Art seines Sohnes. Nachdem er einem Mitschüler über dessen Sexproblem helfen konnte, traf er auf die provokante, Alleingängerin Maeve. Sie kamen dann auf die Idee im Untergrund der Schule eine Sextherapie für Schüler zu betreiben. 

Was macht Sex Education so besonders?

Durch die humorvolle, ehrliche und emphatische Art und Weise der einzelnen Darsteller, schaffen sie ganz ohne Schamgefühl eine Aufklärung zu erreichen. Die ja sonst tabuisierten Themen wie zum Beispiel die Gefühle zwischen allen Geschlechtern und allen Alters, werden dort ganz offen und direkt angesprochen. Das Gefühl der Verwirrung, Schamgefühl, des Versteckens und besonders das Unwissen darüber, verdeutlicht nochmal wie wenig Aufklärung man doch bekommt.

Über was sollte mehr aufgeklärt werden?

Über die verschiedensten Formen der Geschlechter sowie mehr Fokus auf die Geschlechtsorgane, sei es Mann oder Frau. Aber auch was ein Höhepunkt einer Frau ist und die Geschlechtskrankheiten. Nur ein Bruchteil der zuvor aufgezählten Themen werden in der Schule angesprochen. Zu oft wird diese Generation im Ungewissen gelassen, was dazu führt, dass sie ein falsches Bild von Sex vermittelt bekommen, ohne genügend überhaupt darüber zu wissen.

Mein Feedback

Mich bewegte besonders wie viel Scham und Ängste sowas mit sich bringen kann. Ich kann mich auch noch gut an meine Schulzeit erinnern. Dort wurden wir nie über andere Geschlechter, Geschlechtskrankheiten oder sonst noch sehr wichtige Themen aufgeklärt. Der Penis wurde mit einer Banane gleichgestellt, die Männer wurden erst gar nicht über die weibliche Vulva informiert. Ich finde, dass nicht nur die Schulzeit ein wichtiger Ort für die Aufklärung sein sollte, sondern natürlich auch das Elternhaus. Dort zeigten sie aber auch wie verzwickt die Beziehung innerhalb der Familie sein kann und wie wenig Teenager sich eigentlich trauen mit ihren Eltern darüber zu sprechen. Deswegen finde ich, dass diese Serie für jede Generation ist, denn diese Themen betreffen uns alle.

Kommen wir nun zu einer Serie, die es bisher noch nie so gab, zu Atypical

Worum geht es bei Atypical?

Der 18-jährige Autist Sam sammelt in den verschiedensten Lebensbereichen des Erwachsenwerdens so manche Erfahrungen. Sein größter Wunsch ist es eine Partnerin zu finden, sehnt sich aber auch nach der Unabhängigkeit. Was sich für ziemlich schwierig erweist, denn seine Mutter Elsa kann sich nicht von ihm lösen. Gezeigt wird natürlich auch, wie er im Alttag mit seinen typischen autistischen Problemen zu kämpfen hat und wie schwierig es für die Familie ist ein behindertes Kind zu haben. Außerdem hat Sam noch eine Schwester Casey, die auch eine sehr große Rolle spielt. 

Anders als die anderen Serien mit Autisten als Hauptdarstellern

Oft denkt man, wenn man liest, dass diese Serie sich um einen autistischen Jungen handelt, an die Sitcom The Big Bang Theory und Sheldon Cooper, der nämlich auch einen autistischen Mann spielt. Oft werden Autisten falsch dargestellt: als gefühlskalte, im Alltag unfähig Lebende oder als begabte Menschen. Sam ist jedoch das komplette Gegenteil. Er hat Freunde, zeigt seine Gefühle und ist weder ein Wunderkind. Er ist einfach nur Sam und bleibt sich selbst treu. Gerade deswegen ist die Serie so authentisch – ein Autist, der genauso bleibt wie er nunmal ist und sich nicht verstellen muss, nur weil es oftmals die Gesellschaft so will.

Warum sollte man sich Atypical nun anschauen?

Es ist nicht nur unterhaltsam wie Sam bei einigen Menschen durch seine ehrliche und direkte Art aneckt, es ist auch unfassbar schön anzusehen wie stark er sich weiterentwickelt. Wie er nicht nur seine Familie und Freunde durch seine Art beeinflusst, sondern auch sein ganzes Umfeld.  

Meiner Meinung nach sollten es viel mehr Serien geben, in denen es um Menschen mit Behinderungen geht. Wir haben nämlich noch viel zu viele Vorurteile gegenüber diesen Menschen, was oft auch das Problem der Serien und Filmemacher ist. Denn diese zeigen oftmals ein ganz falsches Bild von autistischen Menschen und scheren alle unter einen Kamm. Das führt dazu, dass viele Menschen ein ganz falsches Bild von dieser Behinderung bekommen. Das wiederum wirkt sich schrecklich auf das Leben derer, die mit dieser Krankheit leben. 

Nun zu allerletzt kommen wir zu einer Serie, die mich nicht nur sehr berührte und schockierte, sondern durch ihre starke Offensive auch ins Schwarze getroffen hat. Da liegt nicht nur der Fokus auf eine Sache, sondern mit jeder weiteren Staffel kommen immer mehr dazu. Einige finden gerade das als sehr negativ, ich aber finde es gut, dass so viele verschiedene Probleme gezeigt werden. Denn heutzutage kämpft jeder Mensch auch mit anderen Problemen in seinem Leben.

So nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen, es geht um die berüchtigte Serie Tote Mädchen Lügen nicht.

Die Handlung

Es geht um einen Teenager Namens Clay, der sich in seine Mitschülerin Hannah verguckt. Diese nimmt sich aber kurze Zeit später das Leben. Sie hinterlässt Clay danach 13 Audiokassetten, worin sie erklärt warum sie Selbstmord begonnen hat und wer alles die Kassetten erhalten soll. Insgesamt geht es um 13 Personen, die in Verbindung zu ihrer Highschool stehen. Die erste Staffel hat demzufolge auch nur 13 Folgen.

Hannah erzählt über ihre Demütigungen, Enttäuschungen und Anfeindungen die sie erleiden musste. Mit den weiteren Staffeln kommen noch ganz andere Themen zum Vorschein, wie Mobbing, Drogenkonsum, Vergewaltigung und vieles mehr. 

Vorsicht geboten!

Natürlich ist diese Serie nicht besonders gut geeignet für Personen mit Depressionen oder die sogar Suizidgedanken hatten oder haben. Diese Serie kann sogar Menschen triggern oder dazu verleiten sich das Leben zu nehmen. Ihr denkt jetzt ich übertreibe, aber leider stand diese Serie in hoher Kritik. Leider waren die Anschuldigungen belegbar und deshalb umso erschreckend zu lesen, dass es einen Anstieg an Suizidversuchen gegeben hat – obwohl das genaue Gegenteil gewollt war. Die Betroffenen haben sich ihrer Gefühle bestärkt gefühlt. Die Macher zeigten zu wenig alternative Möglichkeiten. Sie warnten lediglich die Zuschauer vor dem Beginn darüber und verwiesen dann nochmal auf eine Selbsthilfe-Hotline hin. 

Meine Meinung

Ich fand die Serie trotz alledem sehr interessant. Teilweise war ich sehr berührt und schockiert wie grausam Menschen sein können. Jedoch habe ich selbst als Schulkind an eigenem Leib viele dieser Dinge erfahren oder mit ansehen müssen. Auch wenn diese Serie so stark kritisiert wird, dass es zu viele Themen gäbe und es vom eigentlich Ursprung abdriftet, finde ich gerade das gut! Denn dadurch erfährt man ein großes Spektrum an Problemen, die Kinder in ihrer Schulzeit erleiden. 

Ich hoffe, ich konnte euch nun einen kleinen Einblick über die Serien verschaffen. Falls ihr noch nicht bereits alle gesehen habt, schaut gerne mal bei Netflix vorbei. Den Basis-Tarif bekommt ihr schon für knappe 7,99 Euro.

Viel Spaß beim Schauen, wünscht euch 

Eure Caro.


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